Frankreichs Wirtschaft zeigt sich resilient und behauptet 2022 seine Attraktivität als Wirtschaftsstandort in einem komplexen internationalen Umfeld

Mrz 1, 2023 | Invest

Investitionsprojekte erreichen Rekordzahl

Im Jahr 2022 erreichte die Zahl der Arbeitsplatz schaffenden ausländischen Investitionsprojekte die Rekordzahl von 1.725. Das entspricht einem Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.  58.810 Arbeitsplätze konnten so geschaffen oder erhalten werden. Das ist ein Rekordanstieg von 31 Prozent in nur einem Jahr. Oder anders ausgedrückt: Es wurden durchschnittlich 33 Investitionsentscheidungen pro Woche getroffen – womit Frankreich seinen Spitzenplatz als attraktiver Standort für internationale Investoren behaupten konnte.

Deutschland auf Platz 2 der Investoren

Diese Projekte kamen aus rund 60 verschiedenen Ländern. Die europäischen Investoren hielten ein weiteres Mal ihre führende Stellung: 65 Prozent der Projekte wurden von ihnen auf den Weg gebracht.

Die USA nehmen in diesem Jahr mit 280 Projekten (16 Prozent) und 17.107 Arbeitsplätzen (29 Prozent) den ersten Platz unter den Investorenländern in Frankreich ein. Es folgt Deutschland mit 256 Projekten (15 Prozent) und 7.181 Arbeitsplätzen (zwölf Prozent). Das Vereinigte Königreich vervollständigt als Dritter das Podium der Länder, die in Frankreich investieren – mit 176 Projekten und 4.071 geschaffenen Arbeitsplätzen.

Reindustrialisierung gewinnt an Fahrt

Gründungen von neuen Standorten in Frankreich machen 50 Prozent der Projekte aus. Bei der Erweiterung bestehender Standorte liegt der Anteil bei 46 Prozent – ein Indikator für das erneut ausgesprochene Vertrauen ausländischer Unternehmen in die französische Wirtschaft.

Die Reindustrialisierung Frankreichs gewinnt weiter an Fahrt. So landet die industrielle Produktion mit 26 Prozent der Investitionsentscheidungen (457 Projekte) und 30 Prozent der Arbeitsplätze (17 487 Arbeitsplätze) auf dem ersten Platz des Siegertreppchens. Neben stabilen Traditionsbranchen können aber auch die Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit 191 Projekten punkten. Das entspricht einem Plus von 23 Prozent. Die Zahl der dort geschaffenen Arbeitsplätze konnte sogar um 53 Prozent gesteigert werden.

Standortverteilung

Die ausländischen Investitionen sind weiterhin im gesamten Land verwurzelt. 43 Prozent aller Investitionsentscheidungen betreffen Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern. 39 Prozent der Arbeitsplätze konnten hier geschaffen oder erhalten werden. Dass internationale Investoren nicht nur die Metropolen-Regionen auf dem Schirm haben, zeigt insbesondere die geografische Verteilung der Industrieprojekte im Land: 74 Prozent der Investoren entscheiden sich für Standorte in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern. Ausländische Investoren schaffen so Arbeitsplätze und Mehrwert in ganz Frankreich – diese geografische Tiefe der Ansiedlungsprojekte ist neben volkswirtschaftlichen Indikatoren eine echte Bereicherung und schafft Lebensqualität in vielen ländlichen Räumen.